Warum nationale Lösungen oft nicht ausreichen
InterÂnaÂtioÂnaÂle BezüÂge sind heuÂte in vieÂlen UnterÂnehÂmens- und VerÂmöÂgensÂstrukÂtuÂren selbstÂverÂständÂlich. WohnÂsitzÂwechÂsel, AusÂlandsÂbeÂteiÂliÂgunÂgen oder grenzÂüberÂschreiÂtenÂde TätigÂkeiÂten werÂfen steuÂerÂliÂche und rechtÂliÂche FraÂgen auf, die nicht innerÂhalb einer einÂziÂgen RechtsÂordÂnung beantÂworÂtet werÂden können.
NatioÂnaÂle steuÂerÂliÂche VorÂschrifÂten, DopÂpelÂbeÂsteueÂrungsÂabÂkomÂmen und gesellÂschaftsÂrechtÂliÂche RegeÂlunÂgen greiÂfen ineinÂanÂder. Eine isoÂlierÂte BetrachÂtung führt in solÂchen KonÂstelÂlaÂtioÂnen häuÂfig zu unvollÂstänÂdiÂgen oder widerÂsprüchÂliÂchen Ergebnissen.
Typische internationale Konstellationen
GrenzÂüberÂschreiÂtenÂde SachÂverÂhalÂte betrefÂfen unter anderem:
- WegÂzug oder Zuzug von UnterÂnehÂmern oder Gesellschaftern
- BeteiÂliÂgunÂgen an ausÂlänÂdiÂschen Gesellschaften
- interÂnaÂtioÂnaÂle Umstrukturierungen
- VerÂmöÂgensÂwerÂte im Ausland
- TätigÂkeiÂten in mehÂreÂren Staaten
Jede dieÂser KonÂstelÂlaÂtioÂnen berührt sowohl steuÂerÂliÂche als auch rechtÂliÂche FraÂgen in mehÂreÂren Rechtsordnungen.
Zur WegÂzugsÂbeÂsteueÂrung (§ 6 AStG) und zur UmsetÂzung der Anti-SteuÂerÂverÂmeiÂdungsÂrichtÂliÂnie (ATAD) habe ich mehrÂfach verÂöfÂfentÂlicht. Eine AusÂwahl dieÂser BeiÂträÂge finÂden Sie im Bereich VerÂöfÂfentÂliÂchunÂgen.
TypiÂsche KonÂstelÂlaÂtioÂnen und deren rechtÂliÂche EinÂordÂnung erläuÂteÂre ich zudem im BeiÂtrag GrenzÂüberÂschreiÂtenÂde SachÂverÂhalÂte richÂtig koorÂdiÂnieÂren.
Koordination statt Einzelbetrachtung
Die HerÂausÂforÂdeÂrung liegt weniÂger in einÂzelÂnen DetailÂfraÂgen, sonÂdern in der KoorÂdiÂnaÂtiÂon. SteuÂerÂliÂche ÜberÂleÂgunÂgen müsÂsen rechtÂlich umgeÂsetzt und abgeÂsiÂchert werÂden – unter BerückÂsichÂtiÂgung der jeweiÂliÂgen natioÂnaÂlen Besonderheiten.
UnterÂschieÂde zwiÂschen RechtsÂordÂnunÂgen könÂnen dazu fühÂren, dass steuÂerÂlich sinnÂvolÂle KonÂzepÂte rechtÂlich nicht ohne WeiÂteÂres überÂtragÂbar sind. Ohne rechtÂliÂche BegleiÂtung besteht das RisiÂko, dass StrukÂtuÂren zwar steuÂerÂlich geplant, rechtÂlich jedoch nicht wirkÂsam oder angreifÂbar sind.
Zusammenarbeit als Schlüssel
In der PraÂxis erforÂdert die BearÂbeiÂtung grenzÂüberÂschreiÂtenÂder SachÂverÂhalÂte häuÂfig eine enge ZusamÂmenÂarÂbeit zwiÂschen SteuÂerÂbeÂraÂtern und RechtsÂanÂwälÂten sowie – bei Bedarf – mit ausÂlänÂdiÂschen Beratern.Näheres hierÂzu finÂden Sie unter ZusamÂmenÂarÂbeit mit SteuÂerÂbeÂraÂtern.
Eine strukÂtuÂrierÂte AbstimÂmung trägt dazu bei, widerÂsprüchÂliÂche ErgebÂnisÂse zu verÂmeiÂden und tragÂfäÂhiÂge LösunÂgen zu entÂwiÂckeln, die sowohl steuÂerÂlich als auch rechtÂlich Bestand haben.
Erste Orientierung
GerÂne prüÂfe ich im RahÂmen einer unverÂbindÂliÂchen ErstÂeinÂschätÂzung, ob und in welÂchem Umfang eine rechtÂliÂche BegleiÂtung sinnÂvoll ist. Die ErstÂeinÂschätÂzung dient einer ersÂten rechtÂliÂchen OriÂenÂtieÂrung und ersetzt keiÂne umfasÂsenÂde rechtÂliÂche BeraÂtung. Eine verÂtiefÂte PrüÂfung erfolgt – sofern gewünscht – im RahÂmen einer gesonÂderÂten Beauftragung.
Autorin: SabiÂne UnkelÂbach-TomcÂzak ist RechtsÂanÂwälÂtin und FachÂanÂwälÂtin für SteuÂerÂrecht. Sie berät zu rechtÂliÂchen FraÂgeÂstelÂlunÂgen an der SchnittÂstelÂle von SteuÂerÂrecht, GesellÂschaftsÂrecht und interÂnaÂtioÂnaÂlen SachÂverÂhalÂten.
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